Ulmer studentische Alternative für Hochschulleben und Kultur e.V.

 

Nachdem die Frage doch schon häufiger gefallen ist, hier auch eine Antwort. Wer oder was ist diese UstA und was genau tut diese eigentlich?

Historie.
UStA stand ursprünglich für „Unabhängiger Studierendenausschuss“ und ist den verfassten Studierendenschaften anderer Bundesländer nachgebildet. Unter Studierendenschaft versteht man alle eingeschriebenen Studentinnen und Studenten, zumindest wenn die Hochschulverfassung das vorsieht. Da das in Baden-Württemberg und Bayern nicht der Fall ist, bilden sich hier stattdessen freie also unabhängige private Studentenschaften. Im Unterschied zu den „verfassten Studierendenschaften“ verfügt die UstA im Hochschulalltag nur über Mitbestimmung solange von Hochschulseite gestattet. Die Arbeit der Mitglieder sowie Mitarbeiter sämtlicher Referate war und ist ausschließlich ehrenamtlich.

Heute.
Die UstA steht heute nach verschiedenen Umstrukturierungen vereinsbasiert für die „Ulmer studentische Alternative für Hochschulleben und Kultur“, kurz UstA. Diese Alternative ist seit nun mehr über 40 Jahren Veranstalter des legendären Faschingsballs (FaBa) und immer wieder beim Ulmer Nabada am Schwörmontag mit einem Themenboot vertreten.
Das Praktische an der Arbeit in der UstA und ihrer Referate ist, dass du jegliche dieser immer wichtiger werdenden „Social Skills“ nach Lust und Laune mit sehr viel Praxisbezug erwerben kannst.
Soziale Kompetenz dient dazu Verhalten und Einstellung seiner Mitmenschen positiv zu beeinflussen. Die Räumlichkeiten der UstA sind nun mal dafür da gemeinsam was auf die Beine zu stellen. Du kannst leiten, dich unterordnen oder teilhaben. Letztlich bleiben jedem die Art und die Vielfalt an Unterstützung, die er geben möchte und kann, selbst überlassen. Wir machen das nämlich, weil wirs können. Dass ohne Mitwirken allerdings nur wenig geht, ist leider auch klar.

Die UstA e.V. ist Träger mehrerer Referate. Direkt in der Hochschule, Campus Prittwitzstraße, findest du zurzeit im Büro des AStA bzw. UstA das Lehrmittelreferat. Das LMR bietet von allgemeinen bis hin zu speziellen Lehrmitteln alles an, was das studentische Büroartikelherz begehrt und zweimal pro Woche öffnet es um die Mittagszeit seine Pforten. In der Hauptstelle der Hochschulbibliothek kannst du dich mit fair gehandeltem Kaffee, Schokolade und anderem verwöhnen. Als Referat für fairen Handel ist es ebenfalls Teil der UstA und wird von den Mitarbeitern der Bibliothek mitgeführt.

Ein momentan stillgelegtes Kfz-Referat bot bis vor einer Weile noch einen Transporter an, den Studenten kostengünstig mieten konnten. Zweck dieser Vermietung war Umziehen und/oder ähnliche Transporte des „armen“ Studenten mit einer kostengünstigen Alternative zu den kommerziellen Autoverleihern zu unterstützen.
Zum Kfz-Referat gehörte eine Kfz-Werkstatt zum Basteln und für Hochschulangehörige gab es Sonderkonditionen bei diversen Fahrzeugzubehörhändlern in Ulm, um Ulm und so. Wenn du Lust hast das zu managen, dann wartet dieses Referat darauf wieder reaktiviert zu werden.

Darüber hinaus trägt die UstA das CAT, den Jazzkeller Sauschdall und das Studentencafé. Diese Kultur- & Kneipenreferate befinden sich allesamt in den Festungsanlagen rund um die Hochschule Ulm und freuen sich über Zuwachs sowie interessiertes Publikum.


Der Jazzkeller Sauschdall, gegründet 1963, ist einer der ältesten seiner Art und seitdem Bestandteil des Hochschullebens Ulm. Hier spielte - und spielt nach wie vor – alles was in der internationalen Jazzszene Rang und Namen hat. Die Legende besagt, dass wer in den 60ern und 70ern in Europa und speziell in Deutschland als Jazzer Fuß fassen wollte um einen Auftritt im Sauschdall in Ulm nicht herum kam. Der Jazzkeller befindet sich oberhalb der Hochschule in einem Gemäuer zusammen mit dem CAT. Im Programm befindet sich derzeit ein Querschnitt durch die aktuelle Jazzszene und interessante Randgebiete sowie Disco abseits des allgegenwertigen Blach-R’n’B-House-Whatever-Einheitsbreis (Resident mit regelmäßigen Terminen ist derzeit u.a. http://soundcloud.com/djane-marcelle). Hier schaffen wir es eine sinnvolle Querverbindung zwischen Jazz, Avantgarde, Experimentellem, Worldbeat, Folk, Dubstep, Techno, Funk, Balkanbeats, Hiphop und vielem mehr herzustellen. Der Sauschdall ist ein Ort, wo Größen und (Noch-)Underdogs wie Mary Halvorson, Rainer von Vielen, Die Kleingeldprinzessin, Die Fantastischen 4, Frank Möbius, Cluster, Alex von Schlippenbach, Bernadette La Hengst, Milan Swoboda, To Rococo Rot, Pär Lämmers (komponiert mittlerweile übrigens Lena Meyer-Landruts Songs) und viele mehr immer wieder gerne zu Gast waren und sind. Der Jazzkeller Sauschdall ist ein Ort an dem Kreativität passiert, gelebt werden darf und soll. Willkommen.

www.sauschdall.de
Sauschdall in der Wikipedia


Das CAT steht für „Communication of Arts and Technology“ und existiert seit dem Jahre 1988. Dieses Referat konzentriert sich eher auf die independent „do-it-yourself“ Szene. Punkrock, die Variationen des Metal, Alternative bis hin zur mittelalterlichen Spielleutmusik spiegeln das Programm wieder. Von Blumfeld über Notwist hin zu den Aeronauten, Schandmaul, Subway to Sally, Naked Lunch, Angelika Express oder Corvus Corax waren und sind alle gerne Gast im CAT. Ausgefallenere Veranstaltungen sind das „Reptilehouse“, „Eiswelten“ oder die „Night of Grimness“.
Besonders zu erwähnen ist aber „Nacht und Nebel“. Einmal im halben Jahr trifft sich die süddeutsche Gothicszene im CAT. 500 Menschen und mehr in hauptsächlich schwarzen Kostümen mit meist viel Leder wirken in den Festungsgebäuden ungemein eindrucksvoll. Erwähnenswert ist ebenso die CAT-Con. Eine halbjährlich stattfindende Gamerconvention, die Scharen anzieht und ein Wochenende das Festungsgebäude in Mittelerde, Kraterlandschaften oder ähnliches verwandelt.
In Kooperation mit dem darunterliegenden Sauschdall war viele Jahre der legendäre DoTaBo eine Institution am Donnerstag.

www.cat-ulm.de
www.cat-con.de
Nacht&Nebel


Das Studentencafé, auch SC genannt, wurde im schönen Jahr 1977 gegründet, wie eigentlich alle Referate von Studenten für Alle. Es befindet sich in den Festungsanlagen unterhalb der Hochschule und hat seinen ganz eigenen Charme. Das Bandbooking konzentriert sich eher auf lokale Bands, die häufig auch keinen Eintritt verlangen. Zu diesen gehörten einst auch z.B. die Sportfreunde Stiller (die sich damals mit sehr wenig Geld und einer warmen Mahlzeit glücklich schätzten).
Regelmäßig an Mittwochabenden gibt’s hier Cocktailabende und an Freitagabenden finden Konzerte oder anderes Liveprogramm statt.
Das Studentencafé war einst DER Kabarett-veranstalter (mit u.a. Michael Mittermeier, Dieter Hildebrand, …) in Ulm und die Bühne bietet sich geradezu an für alternative Kleinkunst. Hervorzuheben im SC ist vor allem das „Run Dinner Run“. Die Website des SC www.studentencafe.de erklärt ausführlich um was es geht und wie man sich anmelden kann. Mit über 70 Anmeldungen und Nachahmungen des RDR in anderen größeren Städten ist es schon „legendary“…


Nun liegt es an dir teilzuhaben!

Herzlichst,
  der UstA Vorstand